Die Klasse 3 war mit 7 Teilnehmern besetzt und der
Überflieger hieß Klaus Rupp auf Citroen AX, der in der Winterpause am meisten
Kraft gesammelt hatte um auf Klassensieg zu fahren und distanzierte seine
Konkurrenz mit einer Fahrzeit von 53,11 Sek., was sogar seinem Sohn Tobias,
auf Platz 2, zum Grübeln brachte. Wo konnte der Vater wohl soviel Zeit
gutmachen? Marc Meyer auf Swift konnte machen was er wollte, aber irgendwie
kam er nicht unter die 54 Sek. Marke und fuhr auf Platz 3 in 54,39 Sek. An
dieser Stelle soll auch Lothar Schimmelfeder eine Zeile bekommen. Lothar ist
zwar in einem fortgeschrittenen Alter, aber Gas geben kann er noch so richtig,
denn er fing damit an, dass man die Zielkurve auch Ü-60 nennt und das
berechtigt, denn Lothar ließ es auch krachen und wollte sich nicht von der
Jugend platt machen lassen. Doch in der Zielkurve übertrieb er es ein wenig
und ihm ging die Strasse aus. Doch es sollte noch besser kommen, als es Lothar
zeigte, aber dazu später.
Die Klasse 4 war mit 4 Startern besetzt und hier hieß der
Klassensieger Nico Müller auf Golf GTI in 52,92 Sek. Aber Nico ist der
Gejagte, da er ja Bergmeister 2004 ist und weiß, dass es noch einige Fahrer
gibt, die ihm das Leben am Berg schwer machen dieses Jahr. Der 2. Platz ging
an Jürgen Kiefer auf Hona CRX in 53,22 Sek.. Seine Fahrzeiten waren immer in
53 Sek., aber trotz sauberen Fahrstil kam er nicht weiter nach vorn. Der 3.
Platz ging an Thomas Leng auf Golf GTI in 53,54 Sek. Aber auch Thomas fand
kein Wundermittel um Nico einzufangen, da sich die zwei den Golf teilen.
Die Klasse 5 und 6 wurde zusammengelegt und hier hieß es
Klassensieg für Eduard Meckel auf BMW M 3 in 49,76 Sek. und auch gleichzeitig
Gruppensieg. Eduard zeigt ja auch immer wieder wenn er an den Start geht, wie
man mit so einem Auto umgeht. Und jeder weiß gleich, gegen ihn kommen wir
nicht an. Der 2. Platz ging an Michael Störmann auf Kadett 16 V in 52,38 Sek..
Er war damit auch hoch zufrieden, da er ja weiß, dass der M 3 nicht immer am
Start stehen wird diese Saison.Der 3. Platz ging an Volker Sackreuther auf
Mazda in 53,25 Sek, der doch schon ins Grübeln kam, wo die große Differenz bei
den Fahrzeiten herkam. Aber ich kann Dich trösten, bis jetzt ist noch kein
Meister vom Himmel gefallen, und es kann nur besser werden.
Die Klasse 7 und 8 wurde auch zusammengelegt und hier hieß
der Klassensieger Andreas Lehmeier auf Polo in 46,42 Sek., der dieses Jahr
ohne seine stärkste Konkurrenz fahren muß, da Schmolli aus Wolfsburg es
vorzieht, sich dieses Jahr seinem Porsche zu widmen. Somit heißt für Andreas
der Gegner Peter Maurer auf Polo, der es zwar mit Platz 2 in 46,90 Sek.
gelassen hinnahm und sich sagte, das Jahr ist noch lang und ich kriege ihn
noch. Platz 3 ging an Christopher Knorr auf Metro. die Fahrzeit, na ja möchte
ich hier nicht erwähnen, aber das Fahrzeug kennen ja noch viele von
Bollenbachtal 2004, als das Fahrzeug zum ersten Mal eingesetzt worden ist und
da war es noch kurz vorher ein Krankenfahrstuhl mit Höchstgeschwindigkeit von
25 km/h. Und viele Zuschauer und Fahrer sahen es so, dass ihnen die Tränen in
den Augen standen, mir auch, vor lachen. Aber für dieses Jahr ist der Metro
besser berüstet, ich glaube es jedenfalls.
In Klasse 9 hieß der Klassensieger H.J. Strassner (Rennopa),
der nach dem ersten Lauf zu Recht den Namen trägt, der mit dem Nagel im Kopf
und nicht nur das, der Nagel ist auch auf der anderen Seite krumm gebogen,
damit er nicht rausrutscht. Er fuhr mit 45,06 Sek. jenseits von gut und böse
und meinte, was Lothar in Klasse 3 kann, kann ich besser. In der Zielkurve war
er immer noch der Meinung, die Kurve geht voll und kam so mit ca. 160-170
km/h an und zuckte nicht. Doch die einzigen, die zuckten und den Atem
anhielten, waren die Zuschauer und andere Teilnehmer. Und auch einer zuckte
nicht und das war unser Knipser Stephan Korbach, der hielt den Finger auf den
Auslöser seiner Kamera und präsentierte später die Fotos. Aber nun weiter mit
dem Rennopa. Er prügelte seinen Audi 50 somit mit ca. 10.000 Umdrehungen im 5.
Gang zum Zielstrich. Aber es ging auch ihm die Strasse aus und es war
abzusehen, dass er es nicht mehr schafft, das Auto heil ins Ziel zu bekommen.
Im Gegenteil, er blieb voll auf dem Gas stehen als er schon von der Strasse
runter war. Doch er sollte auch Glück haben, denn die Lichtschranke machte er
noch platt und löste somit den Kontakt aus für seine Fahrzeit. Aber der Abhang
kam trotzdem und in 45° Schräglage ging es die Böschung runter und weiter über
die Wiese mit weiteren Luftsprüngen bis er irgendwann wieder wach wurde und
auf die Strasse zurückkehrte und sich sein Auto ansah und viele andere auch.
Trotzdem setzte er er sich nochmal ins Fahrzeug und versuchte es noch mal um
weiter nach vorn zu kommen, aber diesmal etwas langsamer in der Zielkurve.
Allerdings wußte er nicht, daß die Zeit mit Abflug eine Richtzeit war, wo die
anderen Teilnehmer seiner Klasse sich die Zähne ausbissen um daran zu kommen.
Frank Duscher auf Platz 2 in 45,60 Sek. brauchte 3 Läufe um etwa an die Zeit
zu kommen und auch Günter Scheiderer auf Polo tat sein Bestes um die Zeit vom
Rennopa zu knacken. Aber es half nichts, denn mit 46,88 Sek. blieb es Platz 3.
Und der Rest dieser Klasse war sich einig: Der Berg ruft und der Rennopa
kommt. Es hilft aber nichts, wer Meister 2005 werden will, muß auch Gas geben
und das im Alter von 60 Jahren. Platz 6 muß auch erwähnt werden, denn Marco
Kunz machte einen Klassenwechsel von 7 in 9 mit einem neuen blauen Polo und
dazu wünsche ich Dir viel Glück und Erfolg, auch von den anderen
Teilnehmern Deiner Klasse 9.
In Klasse 10 fuhr Marco Nilius auf Klassensieg in 46,49 Sek.
mit seinem Golf GTI, der dieses Jahr richtige Konkurrenz bekommen hat in
seiner Klasse von Klaus Gerber. Aber Marco ließ sich nicht wild machen und
fuhr seine Läufe in aller Ruhe durch, da Klaus durch einen technischen Defekt
ausfiel. Der 2. Platz ging an Norbert Fricke auf Suzuki in 47,89 Sek. Auch
Norbert versuchte alles, um Marco den Klassensieg streitig zu machen. Aber
Norbert wußte, wo seine Grenzen sind und beließ es bei Platz 2. Der 3. Platz
ging an Jürgen Piel auf Alfa Giulia, der sich die Aufgabe gemacht hatte, sich
ein komplett neues Auto aufzubauen, innerhalb von 2 Jahren und man muß sagen:
Hut ab Jürgen, Dein Alfa steht ganz sauber da.
In Klasse 11 heißt das Duell immer noch - wie 2004 -
Schönborn gegen de Vries. Aber Klassen-, Gruppen- und Gesamtsieger heißt
diesmal Rainer Schönborn auf Golf 16 V in 44,03 Sek., der diesmal Chris de
Vries zeigte, wo der Hammer hing und das zu Recht, denn Rainer fand wohl in
den Kurven noch ein paar Zehntel zum Siegen. Chris de Vries auf Escort mußte
sich mit Platz 2 irgendwie zufriedengeben, aber es sollte noch anders kommen,
aber dazu später im Bebra-Bericht. Platz 3 ging an Michael Feyl auf Metro
Turbo, der es nicht lassen kann andere zu schocken. Erst fährt er weit über
eine Minute den Berg rauf und im nächsten Lauf gleich mal wieder eine saubere
Zeit von 45,29 Sek. Für den 4. Platz habe ich immer eine Zeile frei oder auch
zwei. Jörg Schneidereit auf Corrado 16 V zeigte wieder einmal, daß man doch so
einen sauberen Corrado zum Laufen bekommt, da er ja in 2004 doch so einige
Probleme hatte. Doch die lange Winterpause nutzte Jörg und suchte seinen
Defektteufel im Detail und fand ihn auch. Man hörte ihn schon am Start im Tal
und es hörte sich gut an, was da den Berg raufkommt und läßt hoffen für die
Saison 2005. Denn Drehzahlen kann er machen, wie der vom Rennopa. Jörg, ich
drück Dir die Daumen für 2005, daß Du zeigen kann, was in Deinem Corrado
steckt.
In Klasse 12 fuhr Raimund Pinzel auf Ascona 400 zum
Klassensieg in 44,07 Sek. und verpaßte um 4/100 stel den Gesamtsieg. Auch er
hatte Probleme mit der Zielkurve, nein nicht das er rausfliegt, sondern ihm
brach das Sitzgestell seines Sitzes, so daß ihm vor Schreck das Herz in die
Hose rutschte und er aus dem Gas gehen mußte und somit war es nichts mit
Gesamtsieg. Platz 2 ging an Jan Weimar auf Escort RS in 44,98 Sek., der zwar
im Jahr 2004 einige viele Kilos aus seinem Escort rausgeschmissen hat, aber es
half noch nicht, um auf Platz 1 zu kommen, aber warten wir es ab, es wird
bestimmt schon werden. Der 3. Platz ging an Jochen Bohr auf BMW in 45,16 Sek.,
der damit bewies, daß viele andere Teilnehmer seiner Klasse sich ganz schön
strecken müssen um ihn zu kriegen.
In Klasse 14 gewann zwar Jürgen Breit auf Polo, aber ein
Protest gegen ihn wurde nicht entschieden und somit blieb die Siegerehrung
offen bis zur Entscheidung des Sportgerichts. Platz 2 belegte Thomas Stelberg
auf Corsa in 47,79 Sek., der evtl. vom Protest profitieren könnte. Der 3.
Platz ging an Andre Stelberg, auch auf Corsa, der - wie auch 2004 - seinem
Vater zeigen will, was in ihm steckt oder was er 2004 gelernt hat.
Wie versprochen kommen Eure Berichte 2005 dieses Jahr, da
ich Euch etwas schuldig bin wegen 2004. Aber meine Renovierungsarbeiten in
meinem Haus haben dieses Jahr Vorrang, doch in absehbarer Zeit werde ich
fertig - nach zwei Jahren - und dann habe ich wieder mehr Zeit für Euch.
Es grüßt Euch Euer Rennopa - der mit dem Nagel im Kopf.